Buchcover: Glimmer - Positive Trigger
Glimmer - die neue Psychologie der positiven Trigger

Vom Triggern zum Glimmer: Ein Ratgeber, der deinen Alltag anders leuchten lässt

Wenn du an „Trigger“ denkst, kommt dir vermutlich zuerst etwas Negatives in den Sinn: alte Wunden, Stress, Überforderung. „Glimmer“, das neue Buch von Bernhard Tewes, dreht diese Perspektive auf kluge Weise um. Statt dich noch tiefer in die Welt der Trigger und Traumata hineinzuziehen, lädt es dich ein, deinen Blick auf den Alltag zu verändern – weg vom ständigen Alarmmodus, hin zu Momenten von Sicherheit, Geborgenheit, innerer Ruhe, Leichtigkeit und Zufriedenheit. Genau hier setzt das zentrale Konzept der „positiven Trigger“ an: Glimmer sind kleine, oft übersehene Signale in deinem Alltag, die deinem Nervensystem sagen: „Du bist gerade sicher. Du darfst kurz loslassen.“

Tewes ist Hypnosetherapeut und kennt aus seiner eigenen Burnout-Geschichte sowohl den Absturz als auch den Weg heraus. Das Spannende: Er verspricht keine radikale Selbstoptimierung und keine magischen 10-Schritte-Pläne, sondern eine neue Brille, mit der du dein bereits gelebtes Leben anders sehen lernst. Es geht nicht darum, aus dem Alltag auszubrechen, sondern darum, ihn so zu lesen, dass du darin mehr Glimmer als Trigger erkennst.

Was „positive Trigger“ in „Glimmer“ wirklich meinen

„Glimmer“ nennt Tewes jene Mikro-Momente, in denen dein System aufatmet: das Gefühl, wenn du einen vertrauten Geruch wahrnimmst, die Hand deiner Tochter hältst, eine bestimmte Stille im Raum spürst oder der Kaffee am Morgen genau richtig duftet. Es sind keine spektakulären Glücksorgien, sondern kleine Signale von „Hier bin ich sicher. Hier darf ich sein.“

Entscheidend ist: Tewes verschiebt den Fokus – weg vom Problem, hin zur Wahrnehmung. Du sollst nicht „krampfig glücklich“ sein, sondern lernen, dein Nervensystem zu regulieren, indem du das, was an Glimmern sowieso schon da ist, ernst nimmst. Positive Trigger sind damit weniger ein Tool zur Dauerfreude, sondern eine Alltagspraxis, die deine Grundstimmung stabiler und weicher macht.

Zwischen Trigger-Falle und Glimmer-Blick: Die praktische Seite

Besonders stark ist „Glimmer“ dort, wo es konkret wird. Tewes arbeitet mit einer klaren Dreiteilung: Trigger verstehen, Glimmer erkennen, Glimmer verankern. Er beschreibt, wie du deine typischen Stress-Spiralen identifizierst, und zeigt dann, wie du bewusst kleine Gegenpole aufbauen kannst.

Du wirst eingeladen, ein „Glimmer-Journal“ zu führen, dir persönliche Glimmer-Listen anzulegen (Menschen, Orte, Geräusche, Rituale) und deinen Tag so zu strukturieren, dass immer wieder kleine Inseln von Sicherheit auftauchen. Der Ton bleibt dabei erfreulich unpathetisch: eher pragmatisch und freundlich als missionarisch. Auch macht er klar, dass Glimmer keine Therapie ersetzen, wo Trauma und schwere Symptomatik vorliegen – ein verantwortungsvoller Rahmen, der das Buch glaubwürdig macht.

Wie „Glimmer“ sich von anderen Psychologie-Bestsellern abhebt

Wenn du schon einiges aus der positiven Psychologie kennst, fragst du dich vielleicht: Brauche ich das wirklich noch? Interessant wird „Glimmer“ gerade im Vergleich. Martin Seligmans Klassiker zur positiven Psychologie arbeiten stark mit Stärken, Sinn und langfristigen Lebenszielen – inspirierend, aber oft abstrakt. „Glimmer“ holt dich viel näher an den Moment: Was genau in der nächsten Stunde könnte sich für dich nach Sicherheit anfühlen? Welche ganz kleinen Dinge regulieren dich wirklich?

Auch gegenüber achtsamkeitsbasierten Ratgebern, die dir vor allem „im Hier und Jetzt“ sein wollen, ist Tewes etwas fokussierter. Es geht nicht um Achtsamkeit als Technik um der Technik willen, sondern um eine sehr konkrete Frage: Welche positiven Trigger – also Glimmer – sprechen dein System an? Während Kommunikationsklassiker wie Schulz von Thun erklären, wie du dich weniger von anderen getriggert fühlst, zeigt „Glimmer“ dir, wie du innen mehr Halt aufbaust. Es ist damit weniger ein Buch über „besser funktionieren“ und mehr eines über „sicherer sein“.

Für wen lohnt sich das Buch „Glimmer“?

Du profitierst besonders von diesem Buch, wenn

  • du im Alltag funktionierst, aber merkst, dass dein System permanent auf Kante läuft,
  • du schon Achtsamkeit oder Meditation kennst, aber etwas „Handfesteres“ für deinen Alltag suchst,
  • du mit dem Trigger-Begriff vertraut bist und eine Alternative dazu suchst, die nicht alles Pathologische in den Mittelpunkt stellt.

Für Menschen in Care-Arbeit, Elternschaft, sozialen Berufen oder kreativen Jobs bietet „Glimmer“ viele Anknüpfungspunkte: Es lädt dazu ein, inmitten von Verantwortung und Überlastung immer wieder bewusst nach Momenten der Geborgenheit zu greifen – ohne schlechtes Gewissen. Statt „Ich muss mein ganzes Leben umbauen“ lautet die Botschaft: „Ich kann anfangen, anders hinzuschauen.“

Ein Buch, das den Alltag nicht schöner redet – sondern anders lesbar macht

„Glimmer“ ist kein eskapistisches Feelgood-Buch, sondern eine Einladung zur feinen Justierung deiner Wahrnehmung. Duzen, persönliche Ansprache und praktische Übungen machen es leicht zugänglich, ohne banal zu wirken. Der Schlüsselbegriff „positive Trigger“ ist nicht nur ein gelungenes SEO-Keyword, sondern ein Bild, das hängenbleibt: Du bist nicht nur Opfer deiner Trigger – du kannst auch lernen, deine Glimmer zu sammeln.

Wenn du bereit bist, deinen Alltag nicht komplett neu zu erfinden, sondern Stück für Stück anders zu sehen, ist „Glimmer“ eine sehr lohnende Lektüre – und ein Begriff, der durchaus das Zeug hat, sich in deiner Sprache (und deinem Blog) festzusetzen.

Glimmer: Die neue Psychologie der positiven Trigger
  • Sie lauern überall: «Trigger», bestimmte Reize, die bei jedem von uns individuelle negative Emotionen wie Wut, Angst oder Stress...

Leseprobe Glimmer

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